Grafiktablet von Hanvon im Vergleich
Gestern kam ein Karton mit dem Art Master III 0906 von Hanvon.

Ein großer Karton. Dabei habe ich mich erst mal gefragt, was da alles drin ist. Es war aber mehr Schein als sein und der Karton enthielt neben massig Verpackungsmaterial nur den Karton des Art Masters, Hanvons Modell, das am nächsten mit meinem Wacom Intuos 4 M vergleichbar ist. Ich habe deshalb schnell ein paar Bilder mit meinem iPhone gemacht. Vernünftigere Fotos gibt’s dann zum fertigen Review auf 3D-worXX.

Erster äußerer Eindruck und Haptik:
Der Karton sieht schon mal fast genauso aus wie der des Wacoms. Er ist ein klein wenig größer, hat aber auch die gleiche Hülle, den Griff und ist ähnlich gefaltet. Beim Innenleben sieht es nicht viel anders aus.

Das Tablet selbst ist auch etwas größer und sieht dem Wacom nicht unähnlich. Ein Touchrad mit Knopf in der Mitte, 4 Knöpfe drüber und 4 drunter. Was hier fehlt, sind die OLED-Anzeigen für die Tastenbelegung. Aber wenn es auf dem Tisch liegt, finde ich es durchaus stabiler als das Intuos 4 M, das bei Druck etwas nachgibt. Das Art Master liegt fest auf und ist starr.
Es ist ebenfalls für Links- und Rechtshänder nutzbar und kann gedreht werden. Die USB-Anschlüsse liegen hier allerdings auf der anderen Seite, bei den Knöpfen, was aber nicht weiter stört, da je nach Ausrichtung der Anschluss jeweils an der oberen Seite ist.
Der nicht genutzte Anschluß ist mit einer verschiebbaren Abdeckung gesichert, wie auch beim Wacom.

Während beim Wacom die Arbeitsfläche und deren Umrandung matt ist, ist die obere und untere Längskante des Hanvons aus dem Hochglanzkunststoff, der beim Intuos die Knöpfe umgibt. Das stelle ich mir beim Arbeiten etwas unangenehm vor, wenn es warm ist und man leicht schwitzt. Da klebt man an und es scheuert. Bin gespannt, ob es in der Praxis so ist.
Mitgeliefert werden neben den Treiber-CDs, und Anleitungen (das Hanvon hat ein gedrucktes, mehrseitiges Manual, dass beim Wacom in der Form fehlt) noch eine Corel Paint Shop Pro-Testversion. Was sonst noch auf den CDs zu finden ist, muss ich erst noch schauen. Ein USB-Kabel liegt natürlich bei und im Gegensatz zum Wacom sind im Lieferumfang 2 Stifte enthalten. Einer, der in der Form dem des Wacoms ähnelt. Er ist nur etwas länger und besteht an der oberen Hälfte aus glattem Plastik, was einen etwas weniger hochwertigen Eindruck macht als beim Intuos-Stift, der oben auch noch griffiger ist. An der eigentlichen Grifffläche ist aber alles soweit ok. Von der Ausstattung her sind beide Stifte gleich. Radierer, Knöpfe, etc. Der zweite Stift hat eine dreieckige Form, anstelle einer runden. Wo der Unterschied technisch genau liegt, werde ich dann bei weiteren Tests sehen.

Es gibt auch einen Stifthalter, der etwas schwerer ist, als der Wacomhalter. Der Fuß verfügt über ein Gewinde und kann auchgeschraubt werden, ähnlich wie bei der Konkurrent, bei der der Fuß ja nur einrastet. Der Hanvon Stifthalter enthält 6 Ersatzspitzen, die aber alle gleich beschaffen sind. Es gibt keine unterschiedllichen Spitzen wie beim Wacom.
Das Wacomtablet funktioniert übrigens nicht mit den Hanvon-Stiften oder umgekehrt Nachdem ich das Wacom ja bei mir angeschlossen habe, wurde das Hanvon auch erst mal nicht erkannt. Werde mal schauen, ob ich das lieber an einem anderen Rechner installiere und teste. Vielleicht nehme ich das auch einfach mal mit zur Arbeit und unterziehe es einem intensiveren Praxistest unter realen Bedingungen
Rein von der Verarbeitung her macht das Gerät aber schon mal einen sehr guten Eindruck und steht dem Wacom in nichts nach.
+ stabiler
- fehlende OLEDs
- Lackbeschichtung an den Seiten
Ich werde in den nächsten Tagen weiter testen und mir Software, Installation und Handling anschauen. Hier im Blog gibt es dann zwischendurch ein paar Notizen zu den Tests. Den fertigen Vergleich Intuos 4 / Art Master III gibt es dann auf 3D-worXX.

