Ach, es ist schön, wenn man einen echten Job mit echtem Gehalt hat. Da kann man dann auch wieder öfter ins Kino. Deshalb ging es gestern in das Double-Feature zu Iron Man. 20 Uhr ging es los und um 0:30 Uhr war ich dann wieder zu Hause. Natürlich mit Zwischenmeldung per iPhone an Twitter und Facebook
Eigentlich war ich schon viel zu müde und hatte überlegt, ob ich vielleicht doch zu Hause bleibe, aber ich hatte die Karten schon vorgestern geholt und wollte die nicht einfach verfallen lassen. Und das war auch gut so. Es war prima, Teil 1 wiede auf der großen Leinwand zu sehen, wenn er auch wieder genauso geschnitten war, wie beim ersten Mal (Beschußszene am Anfang und auch die erste “Waffenvernichtungsaktion” mit den vier Typen und ihren Geiseln.). Von daher bin ich mal auf die DVD-Fassung von Teil 2 Gespannt, ob da auch was fehlte.
Neben mir hatte ich jedenfalls zwei Typen, von denen wohl einer den ersten Teil gesehen hatte und der andere nicht. Deshalb kommentierte der eine dem anderen jede Szene, bis ich ihnen deutlich gemacht habe, dass ich an ihrem Gefasel kein Interesse habe. Wenn die sabbeln wollen, sollen sie zu Hause bleiben…
Iron Man 2 startete dann ca. 22:15 Uhr nach einer Pause. Mickey Rourke als kaputter, versoffener, aber höchst intelligenter Russe, Sohn des Co-Entwicklers des ARK-Reaktors, dessen Mini-Version Tony Stark seit Teil 1 in der Brust trägt. Der Russe wurde von Starks Vater ausgebootet und abgeschoben und nun sinnt der Sohnemann auf Rache. Die Geburtsstunde von Whiplash. Tony Stark kämpft also nun gegen Ivan Vanko, den Staat, der seinen Anzug fürs Militär will und Justin Hammer, dem Kopf eines konkurrierenden Waffenproduzenten. Letzterer, gespielt von Sam Rockwell, sorgt für einige Lacher im Verlauf des Films, da er eine trottelige Skupellosigkeit aufweist und damit das Gegenteil von Tony Stark ist, den er mehr als nur beneidet. Es kommt wie es kommen muß und Hammer verbündet sich mit Vanko, um mehr oder weniger gemeinsam Iron man die Stirn zu bieten, auf die ein oder andere Art und Weise.
Der Film schlißt nahtlos an den ersten Film an und beginnt mit einer Übertragung des Interviews aus Teil Eins, in dem Stark zugibt, Iron Man zu sein. Kritiken, dass die Fortsetzung nicht mit dem Vorgänger mithalten kann, kann ich nicht teilen. Er hat wieder Witz und Action und bietet hervorragendes Popcorn-Kino. Die Rächer-Initiative wird weiter beleuchtet, Tony Stark wird mehr oder weniger weiterentwickelt und aus einer scharfen Assistentin werden zwei scharfe Assistentinnen. Der Film hat mich trotz Müdigkeit wach gehalten und absolut unterhalten. Es ist auch nicht so, dass man die besten Szenen schon im Trailer gesehen hätte. Im Gegenteil. Interessanter Weise ist die Absprungszene am Anfang anders. Während im Trailer Pepper Potts Tonys Helm küßt und ihn dann aus dem Flugzeug wirft, springt Iron Man hier nur einfach ab. Ansonsten ist die Story zwar nicht aussergewöhnlich, aber wir haben hier auch keinen Sundance-Festival ausgezeichneten Film vor uns, sondern Unterhaltungskino ohne großen Anspruch. Ich fand’s gut, wenn auch Scarlet Johanson technisch weniger drauf hatte als Hit-Girl aus Kickass. Dafür war der enge Lederanzug knackiger
Wer den ersten gut fand, wird auch den zweiten mögen und sollte ihn sich auf jeden Fall anschauen. Und eines ist noch wichtig: Bis zum Ende sitzen bleiben. Nach dem Abspann kommt wie bei Iron Man auch wieder etwas, was man sehen sollte.